Überblick
Diese Anleitung zeigt, wie Sie einen Callflow erstellen, der einen Datenbankabfrage-Knoten verwendet, um Anruferinformationen nachzuschlagen und Anrufe basierend auf dem Ergebnis zu routen. Dieses Muster eignet sich zur Identifikation von Anrufern anhand ihrer Telefonnummer und für personalisiertes Routing — beispielsweise VIP-Kunden namentlich zu begrüssen oder an einen dedizierten Agenten weiterzuleiten.
Planvoraussetzung: Der Call-Flow-Designer erfordert den Ultimate Plan.
Szenario
Ein Unternehmen pflegt eine Kundendatenbank und möchte folgendes Verhalten bei eingehenden Anrufen:
- Das System schlägt die Telefonnummer des Anrufers in der Datenbank nach.
- Wenn der Anrufer gefunden wird und als VIP markiert ist, wird eine personalisierte Begrüssung abgespielt und an eine Prioritäts-Warteschlange weitergeleitet.
- Wenn der Anrufer gefunden wird, aber kein VIP ist, wird an die Standard-Warteschlange weitergeleitet.
- Wenn der Anrufer nicht gefunden wird, wird eine allgemeine Begrüssung abgespielt und ein IVR-Menü präsentiert.
Voraussetzungen
- Eine Datenbank, konfiguriert unter Call-Flow-Designer > Datenbank, mit mindestens folgenden Spalten:
- Telefonnummer (der Suchschlüssel)
- Kundenname
- Kundentyp (z. B. „VIP" oder „Standard")
- Eine Prioritäts-Warteschlange oder Rufgruppe für VIP-Kunden.
- Eine Standard-Warteschlange für reguläre Anrufer.
- Sprachansagen für Begrüssungen (optional — TTS kann verwendet werden, falls konfiguriert).
Schritt 1. Datenbank einrichten
Bevor Sie den Callflow erstellen, benötigen Sie eine Datenbank mit Kundendaten:
- Navigieren Sie zu Call-Flow-Designer > Datenbank.
- Klicken Sie auf Hinzufügen, um eine neue Datenbank zu erstellen.
- Geben Sie einen Namen ein (z. B. „Kundenverzeichnis").
- Definieren Sie die Spalten: telefonnummer, kundenname, kundentyp.
- Fügen Sie Ihre Kundendatensätze manuell hinzu oder importieren Sie sie aus einer CSV-Datei.
Tipp: Speichern Sie Telefonnummern im E.164-Format (z. B. +491701234567), um einen zuverlässigen Abgleich mit eingehenden Anrufer-IDs sicherzustellen.
Schritt 2. Callflow erstellen
- Navigieren Sie zu Call-Flow-Designer und klicken Sie auf Hinzufügen.
- Geben Sie einen Namen ein (z. B. „Kundenabfrage — VIP-Routing").
- Wählen Sie Beginnen Sie bei Null als Erstellungsmethode.
- Klicken Sie auf Speichern und dann auf das Bearbeiten-Symbol, um den visuellen Flow-Editor zu öffnen.
Schritt 3. Initial Action konfigurieren
- Klicken Sie auf den Initial Action-Knoten auf der Arbeitsfläche.
- Wählen Sie unter Eingehender Anruf von die Rufnummer(n), die diesen Callflow auslösen sollen.
Schritt 4. Datenbankabfrage-Knoten hinzufügen
- Ziehen Sie einen Datenbankabfrage-Knoten auf die Arbeitsfläche und verbinden Sie ihn mit der Initial Action.
- Wählen Sie Ihre Datenbank (z. B. „Kundenverzeichnis").
- Setzen Sie den Abfrageschlüssel auf die Telefonnummer des Anrufers (verwenden Sie die Systemvariable für die Anrufer-ID).
- Setzen Sie die Suchspalte auf telefonnummer.
Der Datenbankabfrage-Knoten erzeugt zwei Ausgänge:
- Treffer gefunden — die Nummer des Anrufers existiert in der Datenbank.
- Kein Treffer — die Nummer des Anrufers wurde nicht gefunden.
Schritt 5. Zweig „Treffer gefunden" aufbauen
Bei einem Treffer können Sie in nachfolgenden Knoten auf die Datenbankwerte (Kundenname, Kundentyp) zugreifen.
- Ziehen Sie einen Bedingung-Knoten auf die Arbeitsfläche und verbinden Sie ihn mit dem Treffer gefunden-Ausgang.
- Konfigurieren Sie die Bedingung zur Prüfung des kundentyp-Feldes:
- Wenn kundentyp = VIP → zum VIP-Zweig weiterleiten.
- Andernfalls → zum Standard-Zweig weiterleiten.
VIP-Zweig
- Fügen Sie einen Prompt-Knoten mit einer personalisierten Begrüssung hinzu. Sie können TTS mit der Kundenname-Variable verwenden (z. B. „Willkommen zurück, {kundenname}. Wir verbinden Sie mit Ihrem dedizierten Team.").
- Fügen Sie einen Transfer-Knoten hinzu, der auf die VIP-Prioritäts-Warteschlange verweist.
Standard-Zweig
- Optional: Fügen Sie einen Prompt-Knoten mit einer Begrüssung hinzu.
- Fügen Sie einen Transfer-Knoten hinzu, der auf die Standard-Warteschlange verweist.
Schritt 6. Zweig „Kein Treffer" aufbauen
- Ziehen Sie einen Menü-Knoten auf die Arbeitsfläche und verbinden Sie ihn mit dem Kein Treffer-Ausgang.
- Konfigurieren Sie ein Standard-IVR-Menü (z. B. „Drücken Sie 1 für Vertrieb, drücken Sie 2 für Support").
- Fügen Sie Transfer-Knoten für jede Menüoption hinzu.
Schritt 7. Speichern und aktivieren
- Klicken Sie auf Speichern.
- Kehren Sie zur Callflow-Liste zurück und aktivieren Sie den Callflow über den Status-Schalter.
- Testen Sie, indem Sie von einer Nummer anrufen, die in der Datenbank enthalten ist, und von einer, die es nicht ist.
Flow-Struktur
Initial Action (Hauptnummer)
└── Datenbankabfrage (Kundenverzeichnis, Suche nach Anrufer-ID)
├── Treffer gefunden
│ └── Bedingung (kundentyp)
│ ├── VIP
│ │ └── Prompt (personalisierte Begrüssung) → Transfer (VIP-Warteschlange)
│ └── Standard
│ └── Transfer (Standard-Warteschlange)
└── Kein Treffer
└── Menü (IVR)
├── Taste 1 → Transfer (Vertrieb)
├── Taste 2 → Transfer (Support)
└── Keine Übereinstimmung → Prompt (Fehler) → Menü (Wiederholung)Varianten
Sprachbasiertes Routing
Fügen Sie eine sprache-Spalte zu Ihrer Datenbank hinzu. Bei einem Treffer verwenden Sie einen Bedingung-Knoten, um die bevorzugte Sprache des Kunden zu prüfen und an eine sprachspezifische Warteschlange weiterzuleiten oder Ansagen in der passenden Sprache abzuspielen.
Kontonummer-Eingabe
Anstatt nach der Anrufer-ID zu suchen, fügen Sie einen Eingabe-Knoten vor der Datenbankabfrage hinzu, der den Anrufer auffordert, seine Kontonummer einzugeben. Verwenden Sie die eingegebenen Ziffern als Abfrageschlüssel für die Kundensuche.
Mit Geschäftszeiten kombinieren
Fügen Sie einen Öffnungszeit-Knoten vor der Datenbankabfrage hinzu. Während der Geschäftszeiten wird die Suche durchgeführt und entsprechend geroutet. Ausserhalb der Geschäftszeiten wird die Suche übersprungen und eine Abwesenheitsansage mit Voicemail abgespielt.
Tipps
- Datenbank aktuell halten: Veraltete Datensätze führen zu fehlgeleiteten Anrufen. Etablieren Sie einen Prozess zur regelmässigen Aktualisierung der Kundendatenbank, entweder manuell oder per CSV-Import.
- Telefonnummernformat: Stellen Sie sicher, dass alle Telefonnummern in der Datenbank das gleiche Format wie die eingehende Anrufer-ID verwenden. Nicht übereinstimmende Formate (z. B. mit vs. ohne Landesvorwahl) führen zu fehlgeschlagenen Abfragen.
- Fallback-Routing: Stellen Sie immer einen sinnvollen Pfad für Anrufer bereit, die nicht in der Datenbank gefunden werden. Lassen Sie den „Kein Treffer"-Zweig niemals leer.
- Mit echten Nummern testen: Fügen Sie vor der Aktivierung Ihre eigene Telefonnummer zur Datenbank hinzu und testen Sie den Flow durch einen Anruf.
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